wie wir mit ihm umgehen

Wir haben in den Jahren in unserem Garten begriffen, dass es sinnlos ist, die Natur beherrschen zu wollen. Unermüdlich versuchten wir anfangs zum Beispiel, dem Giersch ein Ende zu bereiten. Und scheiterten.  Ähnliche Erlebnisse hatten wir mit Quecke und Ameisen und Schnecken.

Bis wir dem Irrglauben abschworen, dass diese Lebewesen (Pflanzen rechne ich dazu) unserem Gartenglück hinderlich seien.
Zugegeben, es ist sehr schmerzhaft beim Unkraut jäten in einem Ameisenhaufen zu stehen.  Und ich spreche aus Erfahrung. Auf der anderen Seite verbreiten diese kleinen Krabbler aber auch die Samen unserer Schneeglöckchen. Davon haben wir jetzt Tausende. Und sie dienen dem Grünspecht als begehrter Leckerbissen. Davon haben wir Einen.

So ist es auch mit den anderen Kandidaten; Giersch sieht dekorativ aus, man muß ihn nur niedrig halten, damit andere Stauden ihn überwachsen und nicht er sie. Außerdem schmeckt der junge Giersch als Wildkräuterpesto oder als Spinat zubereitet ganz ausgezeichnet. Und er hilft gegen die Gicht, daher heißt er auch Podagrakraut. Aus den Wurzeln der Quecke kann man ebenfalls ein schmackhaftes Gemüse, aber auch eine stärkende Pflanzenjauche bereiten. Was die Schnecken angeht, sie fressen am liebsten angewelkte Pflanzenteile und andere Schnecken. Also einfach den Garten nicht klinisch sauber machen, sondern Schneckenfutter liegen lassen.

Setzen Sie im Umgang mit dem Garten auf Langmut und friedliche Koexistenz!

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